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 Herbstspaziergang entlang der Eger durch das Wellertal

 

Zwischen Hohenberg an der Eger und Selb sucht sich die Eger ihren Weg durch ein sehenswertes Tal (Wellertal). Man kann es von verschiedenen Orten aus anlaufen: von Neuhaus an der Eger oder von Silberbach, das zwischen Hohenberg an der Eger und Selb liegt. [Karte]

 

Zurzeit erarbeiten wir für Sie eine geologisch geführte Rund-Wanderroute durch das Egertal und die Hochfläche von Thiersheim. Hier schon einmal einige Impressionen aus dem herbstlichen Egertal.

 

 

Kristallgranit und Selber Granit

 

Die Felsformationen beiderseits des Egertals werden von zwei verschiedenen Graniten aufgebaut. Von Süden bis zur Abzweigung des Weges nach Silberbach ist es der Kristallgranit oder Porphyrgranit mit großen Feldspäten, nach Norden der feinkörnige Selber Granit. Man erkennt den Wechsel bereits am landschaftlichen Gepräge. Dort wo sich nach Norden der Selber Granit anschließt, wird das Tal der Eger weiter und die vorher zahlreichen Felsformationen bleiben aus.

 

Besonders eindrucksvoll lässt sich der Kristallgranit am ausgewiesenen Naturdenkmal am mittleren Egerstausee studieren. Dieses Naturdenkmal ist gleichzeitig ein Kletterfelsen mit Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Höhlungen am Felsen lassen vermuten, dass diese durch die Eger geschaffen wurden, als diese noch in einem höheren Flussbett durch das Tal floss.

 

Im Felsen lassen sich an einigen Stellen (vor allem auf der nördlichen Felsseite) Einschlüsse im Kristallgranit erkennen (Foto). Diese sind vom ehemaligen Magma nicht verdaute Reste von Gesteinen, die in die Gesteinsschmelze aufgenommen worden sind. Meist sind es sehr dunkle Gesteine. Sie wittern nicht selten aus dem Granit heraus.

 

 

Wasserkraft

 

Aufgrund des engen Tales und einer auf verhältnismäßig kurzer Strecke von der Eger überwundenen Höhenunterschiedes wird die Eger seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hilfe mehrerer Staustufen zur Gewinnung von Elektrizität genutzt. Auf einem Teil ihrer Laufstrecke begleitet sie auf der Westseite ein Wasserkanal. An seinem Ende stürzt das abgeleitete Egerwasser über 30 m tief in die Turbinen des Kraftwerkes Hirschensprung (Foto). Diese Turbinen haben eine Leistung von 3150 PS.  

 

Namensgebend für das Kraftwerk Hirschsprung war die in der Nähe liegende Felsklippe flussaufwärts. Der markante Porphyrgranit liegt direkt im scharfen Bogen, die die Eger an der Abzweigung nach Silberbach nach Westen macht. Der Sage nach soll hier ein Jäger um 1670 eine Kampfszene auf dem Granitfelsen zwischen einem Hirschen und einem Wolf beobachtet haben. Dabei habe der Hirsch den Wolf in die Eger geworfen und danach den steil aufragenden Fels mit einen großem Sprung verlassen.

 

Einige Schritte weiter flussaufwärts ist ein mit gelbem Moos dicht bewachsener Felsen besonders auffällig. An ihm ist gut zu sehen, wie die Eger den Felsen unterspült und Felsenpartien daraufhin in den Fluss fallen.

 

 

Der Theerofen

 

Ein besonderes Zeugnis mittelalterlichen Handwerks ist der Theerofen im Egertal (nahe des oberen Egerstausees Leupoldshammer; von dort aus Weg ausgeschildert). Der etwa aus dem Jahr 1680 stammende Theerofen wurde im Jahr 2005 durch den Verein "Europäische Natur- und Kulturlandschaft Häuselloh" und zahlreiche ehrenamtliche Helfer ausgegraben und an Ort und Stelle rekonstruiert. Das aus Wurzelstöcken von Kiefern verschwelte Teer diente im Mittelalter als Hochleistungstemperatur-Schmiermittel in den Hammerwerken des Fichtelgebirges. Der Bau des Ofens wird mit großer Wahrscheinlichkeit dem führenden Hammerherr des späten Mittelalters Johann Christoph Weller zugeschrieben. Informations-Faltblätter und -tafeln informieren am Theerofen über seine Geschichte und Funktionsweise. 

 

Weitere geologische Informationen über das Wellertal und den Theerofen finden Sie in Kürze [hier]. 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

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