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 Geologische Geschichte des Hessenreuther Forstes

 

Den Blick von Waldeck Richtung Süden gerichtet, präsentiert sich dem Betrachter das große Waldgebiet des Hessenreuther Forstes. Dieses überzieht einen wuchtig die Landschaft überragenden Bergrücken, den man zum Beispiel bei einer Fahrt von Pressath nach Erbendorf mit großen Steigungen überwinden muss. Der nicht in die Geologie der Region Eingeweihte wird darin einen westlichen Teil der Oberpfälzer Mittelgebirgsregion, also einen westlichen Ausläufer der Böhmischen Masse vermuten. 

 

Unglaublich!

 

Tatsächlich handelt es sich um einen Bergrücken, der aus Gesteinen aufgebaut wird, die zeitlich zu den jüngsten der Region gehören. Und ihre Geschichte ist genauso spannend wie unglaublich! Bohrungen haben gezeigt, dass die Gesteine, die in die geologische Zeit der Oberkreide gehören [Zeittabelle], einen Gesteinsstapel von über 500 m Dicke aufbauen. Auf der geologischen Karte bildet ihre Verbreitung den grünen Farbklecks zwischen Kemnath und Weiden (siehe Abbildung). Nach Nordosten wird ihr Vorkommen wie mit dem Messer geschnitten durch die Verwerfung der Fränkischen Linie begrenzt. Und diese in Mitteleuropa so bedeutende Störung ist auch eng mit der Geschichte der Gesteine verknüpft.

 

Hessenreuther Forst umgeben vom herbstlichen Nebel. Zum Vergrößern ins Bild klicken.

 

 

 

Unter dem Druck der Alpen

 

Im Verlauf der Auffaltung der Alpen wirkten sich die unglaublichen Kräfte der miteinander kollidierenden Kontinente Europa und Afrika bis in unseren Raum aus. Dadurch wurde die Mittelgebirgslandschaft östlich der Verwerfungslinie der Fränkischen Linie (= westliche Böhmische Masse) besonders in der geologischen Zeit der Kreide herausgehoben. In der obigen Karte ist die Fränkische Linie als dicker schwarzer Strich gekennzeichnet.

 

Das Emporsteigen der westlichen Böhmischen Masse regte die Abtragung ihrer Gesteine an, so dass diese in das unmittelbare Vorland entlang der Fränkischen Linie umgelagert wurden. Die zum Teil bis zu einem Meter großen Gerölle in der Hessenreuther Oberkreide sind schöne Beispiele dafür, dass das Gesteinsmaterial aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen muss. Die Überschüttung des westlichen Vorlandes vor der Fränkischen Linie reichte bis in den Nürnberger, Erlanger und Bamberger Raum. Heute gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Hebung und Abtragung der westlichen Böhmischen Masse in der Zeit der Kreide bis zu 3.000 m (!) betragen hat.

  

Hessenreuther Forst, gesehen von Waldeck aus.

Zum Vergrößern jeweils ins Bild klicken.

In der nebenstehenden Abbildung, in der die Entwicklung der Fränkischen Linie vom Ende des Juras (vor ca. 135 Mill. Jahren) bis heute dargestellt ist, gehört das mittlere Profil in die Phase der stärksten Hebung der Böhmischen Masse (vor 60 - 70 Mill. Jahren). Das war etwa an der Zeitenwende von der Kreide zum Tertiär. [Zeittabelle]

 

Die im Hessenreuther Forst erhaltenen Gesteine aus der Oberkreide sind damit Zeugnisse spektakulärer Bewegungen entlang der Fränkischen Linie. Es gibt in Europa kaum eine vergleichbare Verwerfungslinie, deren jüngere geologische Geschichte heute so gut bekannt ist, wie die der Fränkischen Linie. Dies ist teilweise auch ein Ergebnis der Kontinentalen Tiefbohrung bei Windischeschenbach.

 

Die Entwicklung der Fränkischen Linie

[Bild größer]

 

 

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