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 Proterobas-Glashütte am Ochsenkopf

 

Proterobas-Glashütte am südlichen Hang des Ochsenkopfes bei Neubau/Fichtelberg

 

Das Fichtelgebirge ist berühmt für die Produktion von Glas in den unterschiedlichsten Formen. Am bekanntesten sind die bunt bemalten Humpen, die heute in vielen Museen gezeigt werden. Am wenigsten erforscht sind aber die Produktionsstätten selbst, an denen das Fichtelgebirgsglas in seinen verschiedenen Formen gefertigt wurde.

 

Archivalische Notizen aus dem 17. Jahrhundert beschreiben eine „Glas- und Knopfhütte am Fichtelberg“, entlegen an der Landesgrenze zwischen den Fürstentümern Brandenburg-Kulmbach und Obere Pfalz. Archäologische Ausgrabungen unter Trägerschaft der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Bayreuth e. V. zwischen 2004 und 2006 haben die Relikte der alten Proterobas-Glashütte wieder zum Vorschein gebracht. Die begleitenden archäologischen Untersuchungen sind ein allererster Schritt hin zu einer wissenschaftlichen und interdisziplinären Aufarbeitung der Siedlungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Kunstgeschichte im zentralsten deutschen Mittelgebirge.

 

Die am südlichen Hang des Ochsenkopfes im heutigen Landkreis Bayreuth ausgegrabene Glashütte lässt sich weit zurückverfolgen. Lorenz Glaser bittet 1616 um die Genehmigung zur Errichtung einer neuen Hütte auf oberpfälzischen Grund an der Mooslohe. Der Standort zwischen Proterobas- und Quarzitgängen an dem aus den Kalten Brunnen fließenden Bächlein ist ideal gelegen.

 

Der Proterobas ist ein Gangdiabas aus der Gesteinsgruppe der Lamprophyre mit einem feinkörnigen Gefüge. Er ist damit ein magmatisches Gestein. Mineralogisch besteht das dunkelgrüne Gestein („Grünstein“) hauptsächlich aus schwarzgrünem Pyroxen (Augit) und hellem Feldspat (Plagioklas). In über 20 Steinbrüchen, quer durch das Ochsenkopfgebiet in NW-SO Richtung, war der Proterobas im 19. und bis Mitte des 20. Jahrh. aufgeschlossen.

 

Die archäologischen Grabungen erbrachten eine Vielzahl von Funden aus der damaligen Produktionsstätte. Dabei muß zwischen dem grünlichen Waldglas und dem tiefschwarzen Proterobas-Glas unterschieden werden. Großer Vorteil war, dass das Proterobas-Gestein ohne Zusatz von Flussmittel (Pottasche beim Waldglas) bei ca. 1300° C aufgeschmolzen werden konnte. Die Weiterverarbeitung erfolgte dann bei ca. 800 bis 1000° C. Hauptprodukt aus dem schwarzen Proterobas-Glas waren Glasknöpfe mit einer Öse aus Eisendraht.

 

Weitere Informationen zur Proterobas-Glashütte befinden sich auf den Informations-Tafeln am ehemaligen Standort der Glashütte und zusätzliche Fundstücke im „Industrie- und Glasmuseum“ in Fichtelberg.

 

Das Industrie- und Glasmuseum Fichtelberg zieht zurzeit um und ist daher leider vorübergehend geschlossen. Wir werden Sie auf unseren Internetseiten informieren, sobald es wieder öffnet.

 

Internet: www.fichtelberg.de

 

 

Das Projekt wurde finanziert durch die Europäische Union (Leader plus), Sparkassenstiftung, Oberfrankenstiftung und Landkreis Bayreuth.

 

Die Ausgrabung und die Informationsstelle ist am besten von Fichtelberg/Neubau vom Parkplatz an der Biathlon-Schießanlage zu erreichen [Karte].

 

Text und Bilder: (c) W. Ullmann, Bayreuth 26. Nov. 2006

Quelle: Poster Geschichte, Geologie, Glashütte

 

 

 

 

Landrat Dr. Dietel im Industrie- und

Glasmuseum Fichtelberg.

 
 
 

 

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