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 Geotope im Geopark: Die Felsenklippe am Lerchenbühl bei Neualbenreuth

Felsenklippe am Lerchenbühl bei Neualbenreuth

 

Gesteine aus dem Kambrium vor über 500 Millionen Jahren

[>> Zeittafel]

 

 

 

Der Lerchenbühl bei Neualbenreuth

 

Reisen Sie hin!

 

Lehrbuchhaft ist eine Felsenklippe, die etwas versteckt am Lerchenbühl bei Neualbenreuth liegt. Man erreicht sie nach kurzem Fußweg vom Grenzlandturm aus. Man folge zunächst dem Fahrweg vom Grenzlandturm nach Nordosten, dann am Waldrand dem markierten Fußweg.

 

Typisch für das Stiftland finden wir hier eine flach lagernde Gesteinsfolge. Sie besteht aus Quarziten (dicke Bänke) im Wechsel mit Glimmerschiefern (dünne Lagen). Dies sind metamorphe Gesteine, die aus Sanden bzw. Sandsteinen (die Quarzite) und Tonen bzw. Tonsteinen (die Glimmerschiefer) bei den gebirgsbildenden Prozessen der variskischen Gebirgsbildungsphase entstanden sind. Die Abfolge ist aus Ablagerungen eines Meeresraums hervorgegangen.

 

Lehrbuchhaft ist die Verformung der Gesteinseinheiten während der gebirgsbildenden Prozesse. Bei hohem Druck und hoher Temperatur sind die Gesteine mehrfach verformt worden. Bei jeder Beanspruchung, die jeweils viele Jahrmillionen Jahre auseinander lagen, hat das Gestein eine neue Schieferung erhalten.

 

Was ist eine Schieferung?

Eine Schieferung erhält ein Gestein, wenn unter dem Druck der Gebirgsbildung plättrig sprossende Mineralien, z. B. Tonminerale, in Richtung des kleinsten Druckes wachsen (also senkrecht zur Richtung des größten Drucks) oder das Gestein entlang von Scherflächen (etwa 30 - 45° zum maximalen Druck orientiert) zergleitet (vergleichbar einem Spielkartenstoß). Oft sieht eine Schieferung wie eine Schichtung aus.

 

Die Gesteine an der Felsenklippe am Lerchenbühl zeigt bis zu drei Schieferungen, das heißt Zeugnisse aus drei Gebirgsbildungsphasen, die nacheinander stattgefunden haben. Daher versetzen die jeweils jüngeren Schieferungsflächen auch die älteren oder sie verfälteln sie. Man muss allerdings genau hinsehen (siehe Maßstab in der Abbildung).

 

 

Schieferungen an der Felsenklippe am Lerchenbühl, gesehen und gezeichnet von G. Stettner (1992)

Bild vergrößern

 

 

Mehr noch zeigen die Gesteinsfolgen an der Felsenklippe. Auffällig ist das unruhige seitliche Ineinanderübergehen der Gesteinspartien. Mal verschmälern sich die dicken Quarzitlagen, mal hören sie ganz auf. Auch verfaltet sehen sie oft aus. Alles Anzeichen für eine Verformung des Gesteinspaketes unter unglaublich hohen Drucken und Temperaturen (bei mehr als 10 Kilometer und mehr Gebirgsauflast). Dadurch konnten die Gesteine plastisch deformiert und gefaltet werden. Entlang der entstehenden Schieferungsflächen ist es dabei wie ein Spielkartenstoß zerglitten. Ursprünglich durchgehende Quarzit- und Quarzlagen wurden gefaltet, dabei zerrissen und zerschert. Was wir heute sehen, ist daher nicht die ursprüngliche Ablagerungsabfolge, sondern ein durch die gebirgsbildenden Prozesse geschaffenes neues Neben- und Übereinander der Gesteine. Der Geologe bezeichnet diesen tektonischen Vorgang als Transposition. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entstehung eines solchen Gesteinsaufbaus (Gefüges) schematisch.

 

 

 

Entstehung eines Transpositionsgefüges Bild vergrößern

 

 

 

 

 

 

Die Felsenklippe am Lerchenbühl - eine Seite im geologischen Lehrbuch der Natur.

 

 

Ein Rundgang um den Lerchenbühl lohnt sich auch der wunderbaren Aussicht wegen! So können Sie von hier den Tillenberg, den Kaiserwald und das Egerer Becken überblicken und an Tagen mit guter Sicht sogar bis hinüber ins Fichtelgebirge sehen. Den Blick zum Fichtelgebirge finden Sie >> hier.

 

 

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