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 Der Rotenfels im Flötztal

Der Rotenfels im Flötztal

 

Eines der besonderen Kleinode im Geopark ist der Rotenfels im Flötztal, das - am Südwestrand des Fichtelgebirges gelegen - eines seiner tiefsten Täler ist. Der imposante Gegensatz zwischen tiefem Taleinschnitt und den Hochebenen rund um Kreuzstein, Platte, Gänskopf und Scheibenberg verleiht der Landschaft ein nahezu alpines Gepräge. Zu erreichen ist der Rotenfels über den Wanderweg Nummer 3 entweder vom Waldhaus/Bayreuther Haus oberhalb von Mehlmeisel oder von Ahornberg aus.

 

Spuren des Bergbaus

 

Der Rotenfels verdankt seinen Namen einer teilweise intensiven rötlichen Färbung durch fein im Gestein verteiltes Eisenerz (Hämatit, "Blutstein"). Bereichsweise ist das Erz so stark konzentriert, dass es derbe Erzmassen bildet und im Mittelalter abbauwürdig war. So ist die heutige Form des Felsens auch durch den Bergbau entstanden - besonders das "Höhlentor" durch den Felsen. Hier lag im Mittelalter auch der Eingang zu einem Stollen oder Schacht, der 20 bis 30 m weit vorgetrieben worden war. Der verschüttete Zugang ist im nördlichen Teil der Höhle noch zu sehen.

 

Der Begründer der Geologie in Bayern, der kurfürstliche Bergrat Mathias von Flurl schreibt in seiner 1792 erschienen "Beschreibung der Gebirge von Baiern und der oberen Pfalz": "Am Fuße dieser erhabenen Felsenwand ist eine ziemlich geräumige Höhle nicht von der Natur, sondern von Erzgräbern, die diesen Ort zuweilen besuchen, in selbe hingetrieben...".

 

Urkundlich erwähnt wurde das Bergwerk am Rotenfels bereits 1507. Zu dieser Zeit sollen 38 Wunsiedler Bürger das Bergwerk betrieben haben. 1604 übernahm es dann das Berg- und Hüttenwerk Gottesgab am Fichtelberg. Wie lange das Bergwerk bestand, ist derzeit nicht bekannt. Es könnte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb gewesen sein. Seine Blütezeit dürfte es jedoch im 17. Jahrhundert erlebt haben. Die Verhüttung des Eisenerzes erfolgte in Schmelzöfen entlang der "Warmen Steinach".

 

 

 

 

Lage und Wanderweg von Bayreuther Haus/Waldhaus oder

Ahornberg

 

 

 

 

Lohnenswerte weitere

Ziele in der Nähe:

 

Waldhaus

und Wildgehege

 

 

   

Der Name des Flötztals (in dem der Mühlbach, früher Flötzbach, fließt) leitet sich davon ab, dass über dieses seit spätestens Ende des 15. Jahrhunderts Holz in Scheitern nach Kemnath geflößt wurde.  

 

 

 

 

Mathias von Flurl

bei

 

 

 

 

 

Wie alt ist das Ordovizium? [Zeittafel]

 

Literaturtipp:

 

Meier, S. (2007): Das Flötztal im südlichen Fichtelgebirge. Lapis 32, 17-20; 58.

 

Geologische Information

 

Das Bergwerk am Rotenfels gehört zu einem Zug an Erzlagerstätten, die sich entlang der Fränkischen Linie von Erbendorf über Warmensteinach bis nach Goldkronach, Kupferberg und weiter nach Thüringen entlang ziehen. Durch Bewegungen an der Fränkischen Linie, einer bedeutenden Bruchzone in Mitteleuropa, sind in ihrem Bereich die Gesteinsformationen zerbrochen und tiefreichende Spalten geöffnet worden. In diese sind quarz- und erzhaltige Lösungen eingedrungen, die in ihnen auskristallisierten.

 

Die Bewegungen an der Fränkischen Linie und den Spalten haben sich mehrfach wiederholt. Daher sind die dabei entstandenen Spaltenfüllungen immer wieder zerbrochen worden.

 

Das Erz stammt eigentlich aus dem Nebengestein. Dies sind Schiefer und Quarzite aus dem Ordovizium, die reich an dem Eisenmineral Magnetit (Fe3O4) sind. Durch heiße Lösungen wurde das Erz aus dem Nebengestein "ausgelaugt", mit den Lösungen in die offenen Spalten transportiert und dort vor allem als Hämatit (Fe2O3) in Form von derbem Erz oder in kristalliner Form z. B. als Roter Glaskopf ausgeschieden. Daneben kommt das Eisen auch als Gothetit (FeOOH) vor.

 

 

 

 

Weitere Bergbauspuren

 

Im Umfeld des Rotenfels finden sich zahlreiche weitere Spuren des alten Bergbaus. Dabei handelt es sich vor allem um rundliche Vertiefungen, oft mit seitlichen Erdanhäufungen. Es sind so genannten Pingen, die meist dazu dienten, den erzführenden Quarzgang zu finden (Suchpingen) oder von der Oberfläche her abzubauen. Einige Pingen könnten aber auch verfallene Schachteingänge zu Abbaustollen sein. Eine solche ist zwischen den beiden Felsgruppen am Rotenfels zu vermuten.

 

 

   

 

 

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