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 Der Teufelsstein bei Napfberg / Erbendorf

 

Teufelsstein bei Napfberg

 

Der Teufelsstein bei Napfberg nahe Pfaben (Gemeinde Erbendorf) ist mit 10 m Länge der größte einer Gruppe von drei Granitblöcken, die als eindrucksvolle "Findlinge" isoliert auf dem flachen Hangstück des Grenzbachtals liegen. Ihre Größe lässt zunächst nicht vermuten, dass sie über natürliche "Kriechbewegungen" der Bodendecke in ihre heutige Position gekommen sind. Aber doch muss es so sein.

 

Vermutlich schlummerten sie vor vielen Tausenden von Jahren noch vollständig in den Resten der einst bis über 100 Meter mächtigen tertiärzeitlichen Verwitterungsdecke. Nahe an der Oberfläche hob der Frost während der Eiszeiten die tonnenschweren Blöcke an. Da dies am Hang passierte, setzten sich die Blöcke der Schwerkrft folgend beim jährlichen Auftauen der Böden in der Südlage des Steinwaldes  wenige Millimeter hangabwärts wieder ab. Über Jahrhunderttausende konnten sie so größere Entfernungen zurücklegen.

 

 

 

 

 

 

Reisen Sie hin!

 

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Wanderwege-

beschreibung Oberpfälzer Wald Verein [hier]

Der Teufelsstein liegt am Wanderweg "Blaue Raute auf weißem Grund" zum Waldhaus mit Ausgangspunkt in Thumsenreuth.

 

Der Teufelsstein in der Sage

 

Der Volksmund hat hingegen eine andere Deutung für die Herkunft des Teufelssteins. Danach wollte einst der Teufel den Bau der Wallfahrtskirche in Fuchsmühl mit dem großen Granitfelsen aus dem Steinwald verhindern. Auf seinem Weg nach Fuchsmühl begegnete ihm eine Frau, die ihre kaputten Schuhe auf dem Rücken trug. Als der Teufel sich bei ihr erkundigte, wie weit es noch bis nach Fuchsmühl sei, zeigte ihm die Frau ihr zerrissenes Schuhwerk. Darauf hin soll der Teufel über die noch so weite Entfernung erzürnt gewesen sein, dass er den Teufelsstein auf den Boden warf, wo er heute noch liegt.

 

[Quelle: Johann Baptist Lehner: Den Grenzbach entlang. Land und Leute am Steinwald, 1926, Reprint 1991, Verlag E. Bodner, Pressath: S. 113]

 

 

Naturdenkmal und Geotop

 

Der Teufelsstein besitzt den Schutzstatus eine Naturdenkmals (ND). Darüber hinaus ist er in das Geotop-Kataster der Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) eingetragen.

 

Das Geotop Teufelsstein 

   
Naturdenkmal und Geotop: der Teufelsstein.    
 

Spuren des Abbaus

Nicht immer genossen die Felsblöcke am Teufelsstein besonderen Schutz. Spuren davon sind die im Bild gezeigten Einschläge am mittleren Block. Diese Keillöcher wurden durch Einschlagen von Stahlkeilen mit Hilfe des Prellers geschaffen. Sie wurden entlang einer kaum erkennbaren Kluft eingeschlagen, doch war dem Abbau wenig Erfolg beschieden. Der Block löste sich nicht vom Fels.

 

 

     

Verwitterungsformen

 

Ihre rundliche Form haben die Granitblöcke einerseits bei ihrer Entstehung durch Verwitterung in der ehemaligen Bodendecke erhalten (sie blieben als "schwer verdauliche" Reste in dieser erhalten), andererseits setzen die Verwitterungsvorgänge an der Oberfläche vor allem an den Kanten der Felsblöcke an. Dadurch werden diese abgerundet und die Blöcke erhalten ihre rundliche Form.

 

Besonders interessant sind Vertiefungen auf den Oberflächen der Granite. Schwer einsehbar sind diese auf den "Walfischrücken" selbst. Am größten Block (dem Teufelsstein) sind aber auch an der Seite rinnenartige Vertiefungen zu sehen. Eintiefungen durch die Krallen des Teufels? Nein. Es sind natürliche Verwitterungsformen, die man als Silikatkarren bezeichnet. Sie entstehen durch kombiniert physikalisch-chemische wie biologische Verwitterungsprozesse, u. a. Lösungsvorgänge.

 

 

 

 Ungewöhnliche Silikatkarre am oberen der drei Granitblöcke  am Teufelsstein bei Napfberg nahe Pfaben bei Erbendorf.

Die Teufelssteine.

 

 

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