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 Landschaftsblick Kösseine

 

Die Kösseine ist mit ihrem charakteristischen Doppelgipfel einer der aussichtsreichsten Berge des Fichtelgebirges. Der höhere von beiden ist der Gipfel der Großen Kösseine (939 m), der mit seinem Granitblockmeer in einem 15.8 Hektar großen Naturschutzgebiet liegt. Der kleinere Burgsteinfelsen (869 m) beeindruckt durch seine mächtige Felsenburg, die den Schutzstatus eines Naturdenkmals genießt. Unweit des Burgsteinfelsens liegt die ebenfalls beeindruckende Felsenburg des Habersteins.

 

Auf dem Kösseinegipfel lädt der Kösseineturm zu einem herrlichen Rundblick ein, das Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins zu einer gemütlichen Rast. 

 

Kösseinegipfel und Kösseinehaus. (c) Johannes Bradtka, Erbendorf.

  

Der Ziegenberg

 

Kösseine leitet sich von dem 1285 erstmals erwähnten Bergnamen "Chozin" ab. Dieser Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Ziegenberg", vermutlich ein Hinweis auf die frühere Viehwirtschaft. Am Südosthang der Kösseine entspringt die Kössein, der Ziegenbach, der über Rodenzenreuth und Walderhof zunächst in die Röslau, später in die Eger entwässert. An der Kösseine entspringen aber noch viele weitere Rinnsale und Bäche, deren Quellen meist eindrucksvoll gefasst sind. Über den Gipfel der Großen Kösseine verläuft sogar die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.

 

 

Geologische Information

 

Die Kösseine ist ein eigenständiger Granitstock. Unter den verschiedenen Fichtelgebirgsgraniten gehört der "Kösseinegranit" zu den Kerngraniten. Er gehört damit zu denjenigen Graniten, die als jüngere "Kerne" in den älteren Graniten ("Randgranite") stecken. Nur der erzführende Zinngranit des Schneebergs ist jünger.

 

Die Granite an der Kösseine bestehen aus zwei unterschiedlichen Varietäten. Die eine findet sich an der Süd-, Südost- und an der Nordwestflanke des Massivs. Es handelt sich um den auch bei Schurbach in mehreren Brüchen gewonnenen, charakteristisch blaugrau gefärbten "Kösseinegranit".

 

Abbauschlager "Kösseinegranit"

 

Der Abbau des blaugrauen Kösseinegranits und sein weltweiter Export erfolgte mit Unterbrechungen bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist vor allem seine Farbe und sein ungleichmäßiges Gefüge, das ihn zeitweilig zu einem sehr beliebten Naturstein gemacht hat.

 

Auch wissenschaftlich ist der blaugraue Kösseinegranit sehr interessant. Er enthält einen sehr hohen Anteil al Fremdgesteinseinschlüssen. Besonders auffällig sind Einschlüsse von Schiefern, seltener sind Einschlüsse von Gneisen. Diese Gneise (Granat-Cordierit-Gneise) sind möglicherweise Mitbringsel aus der Wurzelzone des Granits.

 

Den Graniten der Gipfelregionen der Kösseine fehlen die charakteristischen blaugraue Farbe und die Fremdgesteinseinschlüsse. Sie haben meist auch ein anderes, oft etwas ungleichkörniges Mineralgefüge.

 

 

Karte der Verbreitung der Fichtelgebirgsgranite und ihrer altersverschiedenen Varietäten. Zum Vergrößern der oberen Karte [hier] oder in die Karte klicken.

 
      Die Kösseine - gesehen in einer Computergrafik (oben) und vom Marktredwitzer Haus aus (unten).  

     

 

 

Granitblockmeer

 

Besonders eindrucksvoll ist das Granitblockmeer um den Kösseinegipfel. In seiner Dimension ist es allerdings nur in einer Luftaufnahme gut zu erkennen. Das Blockmeer ist durch den Zerfall einer einst großen Felsenburg entstanden. Der Aussichtsturm steht nur noch auf Resten davon.

 

 

 

 

 

(c) Johannes Bradtka, Erbendorf

 

Wandern auf der Kösseine

 

13 markierte Wanderwege führen aus allen Richtungen zu den Berggipfeln der Kösseine. Wanderparkplätze finden sich in Schurbach (Südostecke der Kösseine), in Kleinwendern (Ostseite) oder in Reichenbach/Hohenbrand (Westseite).

 

Der Kösseinegipfel ist auch über die Luisenburg (Wunsiedel) gut zu erreichen. Entweder nimmt man den Weg durch das Felsenlabyrinth oder man nutzt einen von mehreren markierten Wanderwegen, die westlich davon vorbeiführen.

 

 

Kösseinehaus und Kösseineturm

 

Das Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins (FGV) auf dem Gipfel der Großen Kösseine wurde 1903 erbaut. Es ist die höchste bewohnte Stelle des Fichtelgebirges und heute ein beliebtes Ausflugsziel. Der Kösseineturm wurde im Oktober 1924 eingeweiht. Er wurde an der Stelle errichtet, an der bereits um 1839 eine Signalpyramide für Zwecke der Landvermessung stand. Der steinerne Kösseineturm hat zwei hölzerne Aussichtspavillons als Vorgänger, die 1852 und 1896 eingeweiht worden sind.

 

Weitere Informationen:

Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins auf der Kösseine

Tel. 09232 / 2061(montags Ruhetag)

Internet: www.fichtelgebirgsverein.de/seiten/huetten/koesseinehaus.htm

 

 

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