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 Der "Opferstein" am Silberhaus

 

Opferstein oder natürliche Verwitterungsform?

 

Im Volksglauben werden schüssel-, napf- oder rinnenförmige Vertiefungen auf den Oberflächen der Granite häufig als von Menschhand geschaffen angesehen. Meist werden sie dann sogar mit kultischen Handlungen, wie zum Beispiel Menschen- oder Tieropferungen, in Verbindung gebracht. So haben sich für viele dieser Formen auch Bezeichnungen wie "Opferstein" oder "Opferkessel" eingebürgert. Diese markanten Oberflächenformen sind jedoch rein natürlicher Entstehung.

 

Im Fichtelgebirge sind eine Reihe solcher Opfersteine bekannt. Besonders schöne Beispiele finden sich auf dem Gipfel des Nußhardt, auf der Schüssel am Waldstein oder am Prinzenfelsen. Beispiele gibt es in großer Zahl aber auch im südlichen Teil des Geoparks, z. B. rund um Leuchtenberg.

 

Der hier dargestellte Opferstein liegt knapp 30 Meter hinter dem Silberhaus nahe der B303 zwischen Gasthaus und dem dahinter vorbei führenden Forstweg. Der Fränkische Gebirgsweg führt nur wenige Meter am Opferstein vorbei.

 

Der isoliert liegende Granitblock hat eine Größe von etwa 2 x 2 x 2 Metern. Die rundliche Eintiefung auf seiner Oberfläche (ca. 40 - 50 Zentimeter im Durchmesser) ist oben schüsselförmig, nach unten versteilt sich ihre Wandung. Die Form ist rund 20 - 25 Zentimeter tief. Ihr Boden ist fast eben. Die Vertiefung hat eine Überlaufrinne ("Blutrinne").

 

Wissenschaflter bezeichnen diese Formen als Silikatkarren. Karren sind eigentlich Lösungsformen in Kalkgesteinen. Die Bezeichnung "Silikatkarre" leitet sich davon ab, dass Granit sich aus Mineralen der Gruppe der Silikate zusammensetzt. Diese sind nur äußerst gering durch Kohlesäure-haltiges Wasser löslich, dies im Gegensatz zu Kalkgesteinen.

 

Die Silikatkarren entstehen auf natürliche Weise durch mehrere gleichzeitig oder nacheinander ablaufende Prozesse. Die Bildung beginnt möglicherweise auch unter einer Moosbedeckung. Huminsäuren greifen dabei den Granit an. Zudem fördert die im Moospolster ständig vorhandene Feuchtigkeit den chemischen Angriff auf den Granit. In ersten kleinen Vertiefungen bleibt auf den freien Granitoberflächen nach Niederschlägen Feuchtigkeit zurück. In der Vertiefung können dann verschiedene Prozesse zu einer chemischen und physikalischen Verwitterung und Weiterbildung der Vertiefung führen: Frosteinwirkung, Bakterien und andere Organismen im Wasser, chemische Verwitterung. Sind erst einmal deutliche Vertiefungen entstanden, verstärken sich diese Prozesse mehr und mehr.

 

Es ist leicht verständlich, dass eine sich mit Niederschlagswasser füllende Vertiefung auch überlaufen kann. Durch dieses Überlaufen an der niedrigsten Stelle wird im Überlauf der Granit immer wieder mit Feuchtigkeit benetzt bzw. werden Bakterien und Säuren aus der Vertiefung ausgespült, die dann den Granit im Überlauf angreifen und diesen weiter ausgestalten.

 

 

 

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Der Opferstein am Silberhaus

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