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WEIDEN Meldung vom 02.11.2006, 9:36 Uhr
Geopark soll unsere Wirtschaft stärken
 
Regionaler Geopark birgt 80 Prozent der Steinarten aus aller Welt

Von Ulla Baumer

 

Was über der Erde kreucht und fleucht, wissen wir. Doch dass unter unseren Füßen die meisten Gesteine der Welt verborgen liegen, ist nur wenigen Insidern bekannt.
 
 
Region. Feuer und Flamme waren die Kindergartenkinder aus Neustadt/WN, als Andreas Peterek sie zu den Basaltsäulen nach Parkstein führte und mit ihnen mittels einfacher Experimente einen Lavafluss nachstellte. Junge Menschen an die Schätze, die unter unserer Erde verborgen liegen, heranführen, ist aber nur eine der vielen Aufgaben, die der Diplomgeologe seit April dieses Jahres vom Stützpunkt „Bohrturm“ in Windischeschenbach aus wahrnimmt. Andreas Peterek ist der Geschäftsführer des Bayerisch-Böhmischen Geoparks, dessen Entstehung vor drei Jahren auf bayerischer und tschechischer Seite beschlossen wurde.

 
Erdbebengebiet
Nun ist ein Geopark weder deutschlandweit, nach in Europa oder sogar der ganzen Welt völlig neu. Solche besonderen Gebiete, die mit dem Titel „Geopark“ oder „nationaler Geopark“ oder als die höchste Steigerung „UNESCO-Geopark“ ausgezeichnet sind, findet man überall.
Einzigartig jedoch ist im etwa 5500 Quadratkilometer großem Bayerisch-Böhmischen Geopark, dass die Erde hier 80 Prozent aller Gesteinsarten der Welt birgt. „600 bis 700 Millionen Jahre Erdgeschichte kann hier lückenlos aufgezeigt werden. Wir sind prädestiniert für diesen Park“, schwärmt Andreas Peterek. Eine weitere Besonderheit ist die Erdbebenregion Eger. Zudem hat Peterek noch ein Schmankerl anzubieten: „Die KTB mit dem Bohrturm und dem tiefsten Loch der Erde hat geowissenschaftlich weltweite Bedeutung!“
Das alles ist in Fachkreisen längst bekannt. Jetzt ist es Petereks Aufgabe, diese Schätze der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vorerst drei Jahre und 30000 Euro stehen ihm dafür zur Verfügung, 50 Prozent sind EU-Mittel, 40 Prozent stammen aus dem Umweltfonds des Freistaates Bayern und 10 Prozent tragen die Landkreise (im bayerischen Teil) dazu bei. Nicht gerade viel für ein so großes Projekt. Aber Andreas Peterek hat starke Partner. Der bayerische Teil wird von den Landkreisen Bayreuth, Wunsiedel, Tirschenreuth und Neustadt/WN mitgetragen, die alle fünf voll dahinter stehen und sich natürlich vor allen Dingen wirtschaftliche Aufschwünge davon erhoffen. „Und wir würden uns freuen, wenn sich auch bald die kreisfreien Städte anschließen würden“, so der Geologe.
 

Zwei Drittel der Fläche liegen in unserem Raum, in Tschechien umfasst der Park die Bezirke Karlsbad und Pilsen. Zusammen mit einer Sekretärin und Mitarbeiter Gerhard Hänsel bringt Peterek derzeit diese geologischen Schätze der Bevölkerung vor Ort nahe: „Nur was man kennt, das schätzt man auch!“ Und weiß es zu schätzen! Auch das ist erklärtes Ziel: Das geologische Erbe und seine Umwelt soll bewahrt werden. Hier arbeitet Peterek Hand in Hand mit den Naturschutzverbänden, denn „was unter der Erde liegt ist maßgebend für das, was auf ihr wächst.“ Gleichzeitig soll mit geologischen Schätzen der Tourismus angelockt und so gefördert werden. „Eher unbedeutend“, so Peterek“, ist hier die wissenschaftliche Komponente“.

 
Vortrag am Freitag
Damit hat sich das Blatt seit der Entstehung der KTB erheblich geändert: Waren es vormals Wissenschaftler aus aller Welt, die in Windischeschenbach ihr Eldorado fanden, sollen es in Zukunft Touristen aus aller Welt sein, die sich im Bayerisch-Böhmischen Geopark von den Geheimnissen in Mutter Erde inspirieren lassen – auf Lehr- und Erlebnispfaden, bei geologischen Wandertouren, mit Lehrmaterial für Schulen und Sehenswürdigkeiten, wie die Geotope. 15 Geo-Rancher werden derzeit dafür ausgebildet, interessierten Laien all diese wissenschaftlichen und wertvollen Erkenntnisse verständlich zu vermitteln.
600 Millionen Jahre Erdgeschichte in der Heimat gibt es rüberzubringen, zu schützen, groß herauszustellen und gleichzeitig „sanft“ zu vermarkten! Wer jetzt neugierig geworden ist: Am Freitag, 10. November, um 19.30 Uhr referiert Andreas Peterek in einer vhs-Veranstaltung im Landratsamt Tirschenreuth zum Thema „Der Bayerisch-Böhmische Geopark – Begegnung mit 600 Millionen Jahren Erdgeschichte in der Mitte Europas“.



Andreas Peterek (Mitte hinten) führt viele Exkursionen zu einem der schönsten Geotope Bayerns, den Burgburgfelsen in Falkenberg.
 

 
 

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