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06.10.2007  |  Netzcode: 1127905

 

Erbendorf/Waldeck

 

Spaziergang zurück in die Erdgeschichte

 

Geologische Exkursion zum Waldecker Schlossberg verdeutlicht spektakuläres Vulkangeschehen vor 20 Millionen Jahren

 

Zu einem Spaziergang durch die geologische Geschichte des Waldecker Schlossberges lud der Naturpark Steinwald in Zusammenarbeit mit dem Bayerisch-Böhmischen Geopark ein. Der Schlossberg und der benachbarte Kalvarienberg sind wie der Rauhe Kulm oder der Anzenstein Überreste eines 20 Millionen Jahre alten Vulkanismus.

 

Was geschah damals und wie sah die Landschaft aus? Fragen rund um die spannende Geologie beantwortete bei dem zweistündigen Spaziergang Dr. Andreas Peterek von der Geschäftsstelle des Geoparks.

 

Bruch zerteilt Erdkruste


Zunächst ging es am Kalvarienberg um die Fränkische Linie, eine in Europa bedeutende Bruchzone. Sie verläuft oberhalb von Waldeck und ist Ursache für den Anstieg zum Zwergauer Schieferrücken. Die Fränkische Linie, die im Rahmen der Kontinentalen Tiefbohrung intensiv untersucht worden ist, trennt unterschiedlich alte geologische Formationen voneinander.

Entlang der Bruchzone haben sich die heutigen Mittelgebirgslandschaften von Fichtelgebirge, Steinwald und nördlichem Oberpfälzer Wald gegenüber dem Oberpfälzer Hügelland herausgehoben. Heute ist sie Bruchzone zur Ruhe gekommen.

"Spektakulär muss auch das vulkanische Geschehen vor rund 20 Millionen Jahren gewesen sein", erklärte Dr. Peterek. Der Durchmesser der vulkanischen Förderröhre des Rauhen Kulms sei vergleichbar mit der des Vesuvs

  

Daher dürfte die Erde beim Ausbruch des größten der Oberpfälzer Vulkane wie auch des Waldecker Schlossberges mächtig gebebt haben. An der damaligen Erdoberfläche, die über 100 Meter über den heutigen Berggipfeln gelegen haben soll, entstanden allerdings keine Vulkankegel, sondern größere, mit Wasser gefüllte Hohlformen, so genannte Maare. Diese kennt man heute sehr gut aus der Eifel, wo sie zum Teil vor weniger als 12 000 Jahren entstanden sind. Das aus über 60 Kilometer Tiefe aufsteigende und über 1000 Grad heiße Magma war nahe der Oberfläche mit Grundwasser in Kontakt gekommen. Durch das explosionsartige Verdampfen des Wassers wurden die trichterförmigen Vertiefungen heraus gesprengt.

 

Vulkanisches Blockwerk


Ausgeschleudertes Gestein und Magma fielen zum großen Teil wieder in den Förderschlot zurück. Diese zerrütteten Massen findet sich heute am Kalvarienberg sehr schön aufgeschlossen. "Solche Explosionen haben sich mehrfach wiederholt, so lange wie es immer wieder zum Kontakt von Magma und Grundwasser gekommen ist", erläuterte Dr. Peterek seinen interessierten Begleitern.

 

Als das Grundwasser erschöpft war, ergoss sich ein kompakter Magmastrom aus Basalt in das vulkanische Blockwerk. Dieser baut heute den eigentlichen Waldecker Schlossberg auf.

 

Das Unterste zuoberst


Die Teilnehmer waren überrascht, dass nach einer Jahrmillionen andauernden Abtragung heute nur noch die tieferen Wurzelzonen des Maar-Vulkans erhalten sind. Der einst viele hundert Meter unter der Erdoberfläche liegende harte Basalt wurde nämlich dank seiner Beständigkeit durch die Erosion herausgearbeitet. "So etwas nennt der Fachmann eine Reliefumkehr. Was einst tief unten lag, ist heute das höchste", wusste Dr. Peterek.

Und hoch oben auf dem Waldecker Schlossberg endete dann auch mit wunderbarer Fernsicht auf den Rauhen Kulm die lehrreiche Exkursion. Begeistert zeigte sich Dr. Peterek von der Freilegung des Burgfelsens. Er ermögliche nun einen wunderbaren Einblick in den Aufbau des Waldecker Schlossberges. Der Geologe versprach, dieses Kleinod in die zurzeit entstehende geotouristische Karte aufzunehmen, in der die bedeutendsten geologischen Besonderheiten des Geoparks dargestellt werden.

 


 

 

 

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