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Von (uz)  |  06.11.2008  | Netzcode: 1595375 | Neuer Tag

 

Weiden

 

"Wir schaufeln unser eigenes Grab"

 

Experte Dr. Johannes Luers über den Klimawandel: Künftig 55 Grad in der Max-Reger-Stadt

 

Weiden. (uz) Wer langfristig plant, sollte in Bademoden investieren. Scherz beiseite. Die Lage ist schlimm genug. Es wird wärmer werden und der Meeresspiegel bis 2070 um einen Meter ansteigen. Dann heißt es Land unter in vielen Teilen der Erde. Und glaubt man dem Mikrometerologen Dr. Johannes Luers von der Universität Bayreuth, dann ist dieser Klimawandel nicht mehr aufzuhalten.

 

Zweidrittel der Menschheit lebe heute an den Küsten, erklärte der Experte bei einem Vortrag, zu dem der Geopark in die Volkshochschule geladen hatte. "Die ganzen Malediven werden in 60 Jahren weg sein. Die gibt's dann einfach nicht mehr." Schon heute würde die Regierung einen Vertrag mit Australien ausarbeiten, der es den Inselbewohnern später erlaube, geregelt auszuwandern.

Auch Manhattan werde weggespült. "Millionen Menschen werden umziehen müssen. New Jersey wird sich da bestimmt freuen." Der Meeresspiegel steige allein schon wegen der höheren Temperaturen an. "Wasser dehnt sich." Aber ausschlaggebend sei das Schmelzen der Eiskappen. "Wenn Grönland weg geschmolzen ist - und das wird kommen - steigt das Wasser um drei bis fünf Meter. Das ist ein nicht umkehrbarer Prozess."

"Ein Drittel schon kaputt"

 

Der Experte ging noch weiter: Allein in der Region würden bis 2080 rund 60 Prozent der Spezies aussterben. Die Folge: Nicht nur, dass es die Tiere und Pflanzen nicht mehr gibt. "Die Menschen haben auch keine Möglichkeiten mehr, neue Krankheiten, die dann sicher entstehen werden, über die Organismen von Pflanzen und Tiere in den Griff zu kriegen." Dr. Luers: "Wir schaufeln uns unser eigenes Grab."

 

"Kyrill ist der Sturm der Zukunft." Denn: Rascher Klimawandel erhöhe die Unbeständigkeit des Wetters. Als Ursachen nannte er Treibhausgase, Kohlendioxid und Methan. Bis noch vor 200 Jahren habe sich die Natur selbst kuriert. Durch den Eingriff der Menschen und das Verbrennen von Biomasse könne Sonnenwärme nicht mehr ins Weltall zurück reflektiert werden und heize die Erde auf. "Ein Drittel ist schon kaputt. Machen wir weiter so, dann sind in 20 Jahren zwei Drittel nicht mehr reparierbar." 2003 sei der heißeste Sommer seit der Bronzezeit vor 5000 Jahren gewesen, 2006 der heißeste Herbst seit Beginn der Messungen. "In 40 Jahren wird dies der Durchschnitt sein." Heute sei unvorstellbar, was dann ein Extremjahr sein werde. Dr. Luers schätzt die Temperaturen dann in Weiden auf bis zu 55 Grad. "Die hätten wir schon 2007 erreicht, hätte sich das Hochdruckgebiet im Juli auch nur um 500 Kilometer verlagert."

Extremes Wetter


"Das Trinkwasser wird knapp werden, weil wir heute Raubbau damit betreiben. Es wird später nicht mehr soviel nach fließen können, wie gebraucht wird." April- und Mairegen, wichtig für die Landwirtschaft, blieben heute schon aus. Der Niederschlag werde sich auf den Juli verlagern. Aber dieser Starkregen, der dann falle, lande nur zu 20 Prozent im Boden. Der Rest verdunste sofort.

Es werde auch sehr starke Sommer-Winter-Schwankungen geben. Starke Schneefälle seien bald nur noch im Oktober, November und Ende März zu erwarten.

Es sei also fünf vor Zwölf. Die Menschheit müsse deshalb unbedingt den CO2-Ausstoß senken.


 

 

 

 

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