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20.10.2009  |  Frankenpost

 

Weißenstadt
 
Ganz im Zeichen des Zinns

 

Tagung | Zum sechsten Mal ist Weißenstadt der Treffpunkt von vielen Experten bei den montanhistorischen Tagen.

 

Weißenstadt - Zum sechsten Mal fanden die Montanhistorischen Tage in Weißenstadt statt. Diesmal standen sie unter dem Motto "Die Bayerisch-böhmische Zinnerz-Region".

Mit knapp 40 Teilnehmern aus der Region, Mainz, Nürnberg, Pegnitz und Kronach und ausgezeichnetes Referenten wurde dieses Symposium für Fachleute und Laien ein voller Erfolg.

 

Zinn gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Metallen. Seine Verwendung in einer Legierung mit Kupfer gehört zu den bedeutendsten technischen Entwicklungen vorgeschichtlicher Zeit und begründet die Bronzezeit. Erst im hohen Mittelalter wurde bisher der Abbau des Zinns im Fichtelgebirge und in Westböhmen als gesichert angenommen. Insbesondere der Kaiserwald und das Erzgebirge entwickelten sich seit dieser Zeit zu Zentren der europäischen Zinnproduktion.

 

Zunächst führten Hein Zahn und Günter Wein die Teilnehmer zur Besichtigung des Besucherbergwerks "Mittlerer Name Gottes" nach Goldkronach. Nach diesem Rundgang nahmen die Mineralienfreunde ein gemeinsames Mittagessen ein, bevor VHS-Leiter Dieter Schmidt, Bürgermeister Frank Dreyer und Stellvertretender Landrat Horst Weidner die Teilnehmer im Gollerhaus zu einer Vortragsreihe begrüßten. Schmidt wies auf die Zusammenarbeit der Volkshochschule, Stadt Weißenstadt und des Bayrisch-Böhmischen Geoparks hin. Nachdem Dreyer einiges über die Historie des Gollerhauses gesagt und einen Zukunftsblick ins Heilbad gegeben hatte, stellte Weidner die Schönheiten des Landkreises vor. Den Vortragsteil eröffnete Dr. Andreas Peterek vom Bayerisch-Böhmischen Geopark mit Informationen zur Entstehung der Zinnlagerstätten in Ost und West, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen und in enger Verbindung zu den Graniten stehen. Allerdings sei die Bedeutung des jahrhundertelangen Zinnabbaus in Westböhmen wegen der dort sehr viel höheren Erzgehalte in den Lagerstätten weit größer als im Fichtelgebirge. Dies habe dort zu eindrucksvollen montanhistorischen Zeugnissen geführt, darunter Bergsenkungen mit vielen hunderten Metern im Durchmesser.

 

Typische Mineralien

 

Der Mineraliensammler Stefan Meier präsentierte in eindrucksvollen Bildern typische Bergmineralien der Zinnvorkommen im Fichtelgebirge.

Mit besonderer Freude begrüßte Mitveranstalter Peterek den Archäometallurgen Dr. Mike Haustein, der eigens aus Mannheim vom renommierten Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie angereist war, um den Anwesenden aktuelle Forschungsergebnisse zur Herkunft des Zinns in der Himmelsscheibe von Nebra zu erläutern. Die kreisrunde und 32 Zentimeter durchmessende Bronzescheibe mit eingearbeiteten Goldobjekten ist die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung und eine der bedeutendsten archäologischen Funde der frühen Bronzezeit. Sie war 1999 nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt gefunden worden. Lange Zeit galten ausschließlich die Ostalpen als Herkunftsgebiet des Zinns, das zur Herstellung der Bronze der Himmelsscheibe verwendet worden war, doch kamen auch die reichhaltigen Zinnvorkommen des Fichtelgebirges und des Erzgebirges dafür in Frage, so der Referent. Dr. Heinz Zier beschloss die Vortragsreihe mit einem Beitrag zum Thema: Bergkristall-Vorkommen und -Bergbau in Weißenstadt. Zier ist langjähriger Begleiter der Montanhistorischen Tage.

 

Am Abend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eine der Führungen des Weißenstädters Willi Sack durch die Kristallgänge zu erleben.

 

Die Ganztagesexkursion am zweiten Tag führte zu montanhistorischen Zeugnissen im Westerzgebirge, darunter das Uran-Besucherbergwerk in Joachimstal (Tschechei) und die Zinn-Bergbaustädte Gottesgab und Frühbuß. Die Leitung hatten Dr. Andreas Peterek und der tschechische Geologe Dr. Petr Rojik. B. B

 

 

 

 

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