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Von (hrö) |  18.06.2009  | Nordbayerischer Kurier

 

Kemnath

 

Im Keller der Vulkane

 

KEMNATH. Mit „Willkommen auf dem Vulkan“ , begrüßte der Leiter des Bayerisch- Böhmischen Geoparks Dr. Andreas Peterek die vielen Teilnehmer der geologischen Exkursion „Vulkanische Geheimnisse des Waldecker Schlossberges“.

 

 

Peterek erklärte die Entstehung der Vulkane rund um Kemnath.

Aus den 30 bis 80 Kilometer tief gelegenen Magmakammern stiegen Gase und 1200 Grad heiße Magma durch die Erdkruste nach oben. Sobald die heiße Magma mit Grundwasser in Berührung kommt, vergrößert sich das Volumen des Wassers. War weniger als 300 Meter Auflage vorhanden, kam es zu einer mächtigen Explosion.

Ein riesiger Trichter wurde frei gesprengt, Gase, Wasser, Magma und Gestein aus dem Förderschlot kilometerweit in die Luft geschleudert. Ein großer Teil fiel wieder in den Trichter zurück. Dieser Vorgang wiederholte sich laufend bis eines Tages ein Magmapfropfen den Gang zur Magmakammer verschlossen hat. Durch ständiges Nachobenschleudern der Gesteine aus dem Maar wurden diese wie in einer Kugelmühle abgerundet. Die hohen Temperaturen und Drücke formten pyroglastische Brekzien, die am Kalvarienberg besonders gut zu sehen sind. Der im Inneren stehen gebliebene Basaltkern wurde durch die Erosion freigelegt.

Zur Zeit der aktiven Vulkane lag die Erdoberfläche zirka 200 Meter über dem heutigen Niveau. Die Maare waren als große Wasserflächen, in deren Grund die Vulkane schlummerten, entlang der Fränkischen Linie und im Egergraben verteilt. „Heute stehen wir also im Keller der Vulkane“, erklärte der Geologe.

Vorsichtig stiegen die Besucher in den „Vorhof zur Hölle“ in das Innere des Vulkans ein. Mit einer Temperatur von acht bis zehn Grad waren die vor rund 200 Jahren bergmännisch in den Sandstein eingetriebenen Keller früher ideal für die Vorratshaltung geeignet. Die schräg aufgestellten Sandsteinschichten deuteten auf die Verschiebungen der Erdkruste an der Fränkischen Linie hin. Wo heute Knolliger Hahnenfuß, Mittlerer Wegerich, Zickzackklee, Fingerhut, Nickendes Leinkraut, Heidenelke, Zypressenwolfsmilch und viele andere Basaltanzeiger gedeihen, hatte sich die Bevölkerung des alten Marktes Waldeck einen schönen Platz mit Südlage am Fuß des Vulkanes für ihre Häuser ausgesucht.

Oben auf der Burg am Basalt konnte man gut erkennen, wie sich durch das Zusammenziehen beim Abkühlen in der Magma Risse gebildet hatten. Bei Basaltsäulen zum Beispiel auf dem Parkstein entstanden die Risse senkrecht zur Abkühlungsfläche und bildeten bevorzugt sechseckigen Säulen. Unter den vielen Einschlüssen fallen einem sofort die gelblich grünen Olivine auf. Je schneller die Magma nach oben steigt, umso mehr Olivin wird nach oben transportiert.

 

hrö

 

 

 

 

 

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