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Von (qc)  |  13.10.2009  | Netzcode: 2038085 | Neuer Tag

 

Eschenbach

 

"Auf keinen Fall ein stiller Vulkan"

 

Geologie und Geschichte des Rauhen Kulms: Dr. Andreas Peterek beim BLLV-Kreisverband

 

Eschenbach. (qc) "Wenn wir das heutige Landschaftsbild um den Rauhen Kulm betrachten, sehen wir in den Keller der Vulkanberge vor 22 Millionen Jahren. Es sind die Reste eines einst tätigen Vulkans." Mit diesen Worten räumte Dr. Andreas Peterek vor den Mitgliedern des BLLV-Kreisverbandes Eschenbach mit der gängigen These auf, es hätte sich beim Parkstein, Rauhen Kulm, Armesberg oder Waldecker Schlossberg nur um einen sogenannten "stillen Vulkanismus" gehandelt.

 

 

Als Beweis führte der Lehrstuhlinhaber für Geomorphologie an der Universität Bayreuth und Geschäftsführer des Bayerisch-Böhmischen Geoparks in seinem spektakulären Vortrag die pyroplastischen Gesteine mit eingeschlossenen magmatischen und nicht-magmatischen Gesteinen an.

BLLV-Vorsitzender Heinrich Kohl hatte im Rußweiherhotel den versierten Wissenschaftler mit einer griffigen Einführung in die Thematik begrüßt. "Viele Lehrkräfte haben im Heimat- und Sachkundeunterricht den Schülern vermittelt, dass der Rauhe Kulm ein steckengebliebener Magmapropfen ist, der sich durch Erosion zur heutigen Form gebildet hat, weil der Basalt härter als das umliegende Gestein ist. Liegt die Didaktik hier schief?"

Gegend damals höher


Peterek verdeutlichte, dass die Lehrkräfte schon richtig liegen würden. Die Gegend um den Rauhen Kulm sei vor Millionen von Jahren jedoch 200 Meter höher gewesen und habe so ausgesehen wie heute die Maare in der Eifel. Die Basaltintrusion müsse aber auf jeden Fall eine Öffnung nach oben gehabt haben. "Ein stiller Vulkan war es auf keinen Fall, er ist aber zu einem stillen Vulkan geworden", erklärte der Referent.

 

Am besten sei dies am Duppauer Vulkan bei Karlsbad zu erkennen. Der Egergraben verlaufe von der tschechisch-polnischen Grenze bis nach Kemnath, nur unterbrochen von der "Marienbader Störung", und kreuze sich dort - bei Anzenstein, Armesberg, Kusch und Rauhen Kulm - mit der Fränkischen Linie.

Zur Zeit gehe es den Geologen um den Zusammenhang von Wasser und heißer Magma. Weil die Masse des Wassers um das 2000-fache ansteige, müsse es zu Explosionen kommen. "Durch mehrfache Explosionen wurden magmatische Gesteine und Nebengesteine aus der Schlotwand intensiv zertrümmert und miteinander vermischt. Sie bilden heute die Schlotbrekzie", erläuterte Peterek.

Magma verschließt Röhren


Ihr Endstadium hätten sie mit dem Versiegen des notwendigen Wassers erhalten, denn das erstarrende Magma plombierte die Förderröhren. Die heutige Blockhalde aus Basalt am Rauhen Kulm mit den steilen Böschungswinkeln sei im Wesentlichen während der letzten Eiszeit entstanden und heute weitgehend stabil.

 

Abschließend teilte der Experte mit, dass die Geowissenschaftler davon ausgingen, dass unter dem Egerland - beim Kammerbühl (Nähe Franzensbad) und beim Eisenbühl (bei Altalbenreuth nahe der Grenze) - eine aktive Magmakammer liege, die stetig entgase. Letztmals sei dort vor 100 000 Jahren Magma bis an die Erdoberfläche gelangt.

Eine ausführliche Diskussion folgte. Heinrich Kohl regte unter den Lehrkräften an, die neuen Erkenntnisse didaktisch aufzubereiten.
 

 

 

 

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