| Faszination GEO - im GEOPARK Bayern-Böhmen!  | Mit einem Klick in den tschechischen Teil des Geoparks

 | Tschechisch

 | Englisch 

   | Verein  | Aktuelles  | Veranstaltungskalender  | Geführte Geotouren   | GeoWissen  | Geo für Schulen  | Geo für Kids   | Suche

 Home
 Begrüßung
 Hintergrund
 

 Geo Regionen

 Geo Touren

 Geo Museen

 Geo Führungen

 Geo Punkte
 Geo Puzzle
 Geo Infostellen
 GeoWebApps
 
 Presse
 Newsletter
 Downloads
 Naturparke
 Tourismus

 Landkreise

 Partner
 
 Kontakt
 Impressum

 

 

kofinanziert

mit Mitteln der

Europäischen Union aus dem Fonds für regionale Entwicklung

 

 

"Investition

in Ihre Zukunft"

 

und durch

 

 

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

 

Infos zum

EFRE-Programm finden Sie hier

 Earthcache Marmorsteinbruch Unterwappenöst                                                veröffentlicht: 15. April 2012

 

 

Liebe Earthcache-Freunde!

   

 Geopark Earthcache-Punkt Nr. 1

 

   

 Mehr zum Geocaching im Geopark gibt es hier.

 

Bayerns schönste Geotope

Nr. 92: Marmorbruch Unterwappenöst

 

Ein typisches Gestein des zentralen Fichtelgebirges ist der Wunsiedler Marmor. Entstanden ist er im früheren Erdaltertum aus kalkigen Meeresablagerungen, die später zu Marmor umgewandelt wurden. Ziel des Caches ist ein ehemaliger Steinbruch, der seit 2011 zu den schönsten Geotopen von Bayern gehört.

 

Hinweis:

 

Kein Parkplatz vor Ort und keine Wendemöglichkeit am Ende der Straße vorhanden. Bitte im Dorf oder am Ortseingang bei der Ruine parken bei (N 49° 54.645 ; E 011° 55.598 ). Das Geotop befindet sich bei den Koordinaten (N 49° 54.654 ; E 011° 55.459).

 

   

  Der ehemalige Steinbruch Unterwappenöst -

  seit Juli 2011 eines der 100 schönsten Geotope

  in Bayern. Bilder von der Einweihung des Geotops.

  Klicke hier, um die Diashow zu starten

 

Beschreibung

 

Saxothuringikum im Fichtelgebirge

Aufgrund seiner verschiedenartigen Erdgeschichte teilt man das nordostbayerische Mittelgebirge geologisch in unterschiedliche Bereiche ein. Ein Teil davon ist die "Saxothuringische Zone", zu der Fichtelgebirge und Frankenwald gehören. In diesem Gebiet wurden während des früheren Erdaltertums, im Altpaläozoikum, unterschiedliche tonige, sandige und kalkige Sedimente in einem Meeresbecken abgelagert. Im Verlauf der nachfolgenden Variszischen Gebirgsbildung vor über 300 Millionen Jahren wurden die Gesteine in große Tiefen versenkt und durch hohe Hitze und Druck umgewandelt. So entstanden metamorphe Gesteine wie Phyllite, Glimmerschiefer, Gneise, Quarzite und Marmore. Die Marmore bilden im Fichtelgebirge zwei Südwest-Nordost-verlaufende Leithorizonte, die nach ihrem regionalen Vorkommen als "Wunsiedler Marmor" bezeichnet werden.

 

Fränkische Linie

Weithin erkennbar fällt das nordostbayerische Grundgebirge im Südwesten mit einer morphologischen Steilkante zu seinem Vorland ab. Diese Grenze zwischen kristallinem Grundgebirge und sedimentärem Deckgebirge bezeichnet man als Fränkische Linie. Dabei handelt es sich um ein System von Störungen, das sich auf einer Länge von 200 km vom Thüringer Wald bis nach Weiden erstreckt. Hier wurde das Grundgebirge auf die Sedimentgesteine des Vorlandes aufgeschoben und dabei herausgehoben. Im Bereich des Fichtelgebirges beträgt der Höhenversatz an der Störung mindestens 2.000 Meter, in anderen Abschnitten der Fränkischen Linie bis zu 10.000 Meter! Aktiv war die Fränkische Linie seit dem Ende der Variszischen Gebirgsbildung, besonders aber im Zeitraum zwischen rund 100 bis 50 Millionen Jahren vor heute.

  

Wunsiedler Marmor bei Unterwappenöst

Bei Unterwappenöst befindet sich im Bereich der Fränkischen Linie das südwestlichste, isolierte Vorkommen des Wunsiedler Marmors. Wegen der Nähe zur Störungszone ist das Gestein hier z.T. verfaltet und deutlich geklüftet sowie von dunklen Bruchbahnen durchzogen. Trotz der metamorphen Umwandlung ist stellenweise der ursprüngliche, sedimentäre Lagenbau noch erkennbar: grauweiße Marmorlagen aus mehr oder weniger reinem Kalzit wechseln mit mittel- bis dunkelgrauen Schichten ab, die zusätzlich Hellglimmer, Eisenoxid- und Graphiteinstäubungen enthalten. Die nur oberflächlich schwarzgraue Farbe der Gesteine rührt vom Bewuchs mit Algen her.

 

Marmor, Stein und Eisen…

wirtschaftliche Bedeutung

Wegen der Armut der Region an Kalksteinen wurden die Marmorvorkommen im Fichtelgebirge bereits im Mittelalter abgebaut. Wunsiedler Marmor fand Verwendung nicht nur als Naturwerkstein und im Kunsthandwerk, aus ihm wurden auch Düngekalk, Farbpigmente und, wie in Unterwappenöst, gebrannter Kalk hergestellt. Seine verschiedenen Varietäten sind im Fichtelgebirgsmuseum oder im Deutschen Natursteinarchiv in Wunsiedel ausgestellt.

 

Stellenweise entwickelten sich in den Marmorzügen besondere Rohstofflagerstätten: So wurden bei Arzberg bereits im Mittelalter Eisenerze bergmännisch gewonnen, worauf der Name der Stadt zurückzuführen ist. Bei Thiersheim-Göpfersgrün führte die Vertalkung des Marmors zur Bildung von Speckstein, der dort bis 2005 abgebaut und zu technischen Keramikprodukten verarbeitet wurde. Und auch heute besitzt der Wunsiedler Marmor für die Region aufgrund seiner Klüftigkeit als bedeutendstes Grund- und Trinkwasservorkommen noch eine wirtschaftliche Bedeutung.

 

   

Felswand im Steinbruch

 

Detailansicht einer polierten Platte aus Wunsiedler Marmor

 

Geologische Übersichtskarte

 

Wunsiedler Marmor (poliert) mit Lagenbau,
der teilweise auf die ursprüngliche Schichtung zurückgeht.

 

Text, Grafik, Bilder:

© Bayerisches Landesamt für Umwelt und GEOPARK Bayern-Böhmen

 

Quelle: www.lfu.bayern.de

 

 

 

 

Aufgaben:

 

1. Lebensraum
Alte Steinbrüche sind nicht nur wertvolle Geotope, sondern wegen der offenen Flächen und strukturierten Oberfläche ein wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna, also Biotope. Auf der linken Informationstafel findest du zwei Reptilien benannt, die die offenen Felsstandorte besonders schätzen. Welche sind dies?
 
2. Geotoppflege
Geotope und Biotope müssen gepflegt werden. Woher kommt die Waldziege, die diese Aufgabe für uns im Marmorsteinbruch übernimmt?

 

3. Streichen und Fallen
Unter dem Streichen einer Gesteinsformation versteht der Geologe die gedachte Schnittlinie zwischen einer Gesteinsschichtfläche und der Horizontalen. Anders erklärt: es ist die gedachte Linie, die eine Schichtfläche mit einer Wasseroberfläche bilden würde – wäre der Steinbruch geflutet. Die Richtung senkrecht zum Streichen bzw. die Richtung, die ein Wassertropfen die Schichtfläche hinablaufen würde, ist die Richtung des Einfallens. Mit Angabe dieser beiden Richtungen teilen Geologen ihren Kollegen mit, wie zum Beispiel ein Gebirge aufgebaut ist oder wie ein Erzlager oder Flöz im Untergrund orientiert sind. Betrachte dazu das folgende Bild.

 

Gehe zur hinteren Steinbruchwand. Der Zutritt ist erlaubt! Bitte schließe den Elektrozaun hinter dir! Du siehst hier, dass die Gesteinspakete nicht horizontal liegen, sondern stark nach links einfallen. Bestimme die ungefähre Einfallsrichtung der Schichtoberflächen. Wichtig ist, dass du dir die Schichtoberflächen vorstellst, vergleichbar den Oberflächen der Karten eines Spielkartenstoßes. Verwechsle es nicht mit den Kluft- und Bruchflächen.
 
Die Angabe der Himmelsrichtung mache wie im folgenden Beispiel:
Einfallsrichtung: Nordosten
 
Das starke Einfallen der Marmorpakete ist übrigens eine Folge der Bewegungen an der Fränkischen Linie. Gigantische Kräfte haben hier gewirkt!
 
4. Der Marmor
An der Geotop-Infotafel liegen drei größere Marmorblöcke. Der ganz rechte Block hat eigenartige Vertiefungen auf seiner Oberfläche. Diese sind durch die Lösung des Marmors unter dem Einfluss von Kohlensäurehaltigem Niederschlags- und Bodenwasser entstanden (Kohlensäure bildet sich bei Anwesenheit von Kohlendioxid, CO2, in Wasser). Diesen Prozess nennt man Verkarstung. Folge davon ist unter anderem die Höhlenbildung. Durch die Freisetzung von Eisen ist die Oberfläche des Gesteins verfärbt. Übrigens ist ja auch in der hinteren Steinbruchwand ein kleiner Karsthohlraum angeschnitten.
 
Die beiden anderen Blöcke haben relativ frische Gesteinsoberflächen, da sie im Steinbruch gespalten wurden. Ihre Oberflächen haben an einigen Stellen aber auch noch eine ganz besondere Eigenschaft! Welche? Was kannst du hier besonders gut sehen? Befühle den Stein!
 
5. Das Erinnerungsfoto
(Freiwillige Aufgabe) Mach ein Foto von dir oder von deiner Gruppe mit der Schautafel im Hintergrund. Gerne kannst du aber auch etwas anderes im Steinbruch fotografieren. Falls Du kein Foto hast, kannst Du uns auch mitteilen, ob Du alleine hier warst bzw. mit wie vielen Personen (Freunde, Kinder). Wir interessieren uns einfach dafür, wer so alles beim Earthcachen im Geopark unterwegs ist…
 
Sende deine Antworten per email an:
earthcache@geopark-bayern.de
 

Wir melden uns dann bei dir. Einfacher geht es, wenn du dich bei geocaching.com registrierst. Das ist kostenlos.  

 

 
Viel Spaß! Viel Erfolg!
 
Euer Earthcaching-Team des Geoparks Bayern-Böhmen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU).
  

  
Hinweis: Das Betreten des Steinbruches ist erlaubt. Schließe auf jeden Fall den Elektrozaun. Steinbruchwände dürfen nicht betreten oder beklettert werden! Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.
Möchtest du den Steinbruch nicht betreten, kannst du die hintere Steinbruchwand auch von der Geotoptafel aus sehen.
 
Vor Ort gibt es leider keinen Parkplatz und keine Wendemöglichkeit. Am Besten im Dorf oder am Ortseingang bei (N 49° 54.645 ; E 011° 55.598 ) parken.

 

   

TIPP:

Der Earthcache

"Marmorsteinbruch Unterwappenöst"

bei geocaching.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Streichen und Fallen.

 

 

 

Die hintere Steinbruchwand mit den nach links einfallenden Schichtpaketen. Sieh im Steinbruch genau hin.

 

Zum Vergrößern in das Bild klicken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweise für registrierte

Nutzer von geocaching.com:

Ihr könnt gerne sofort loggen, ohne unsere Antwort abzuwarten. Wenn eure Antworten nicht richtig sein sollten, dann melden wir uns bei euch!

 

 Hier geht es zu geocaching.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<< zurück über Ihren Browser

   Intern   GeoPark-Netzwerke  Unsere Partner  Gemeinde Parkstein