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Zur Geologie des Geoparkgebietes [Zeittafel]

 

Das Gebiet des Geoparks zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt von Gesteinen aus. Das Spektrum reicht von über 600 Millionen Jahre alten Gneisen und Amphiboliten aus dem Präkambrium bis zu den 30 Millionen bis nur wenige Hunderttausend Jahre alten vulkanischen Gesteinen des Tertiärs und Quartärs oder die rezenten Kiese und Sande unserer Flüsse. 

 

Geologisch gliedert sich das Geoparkgebiet in vier große Einheiten, die durch die sehr unterschiedliche Geschichte ihrer Gesteine gekennzeichnet sind:

 

> das nordostbayerische und westböhmische Grundgebirge,

> das nordostbayerische Bruchschollenland, 

> die Frankenalb / Fränkische Schweiz und

> den Egergraben.

 

 

Nordostbayerisches und westböhmisches Grundgebirge

 

Die Gesteine des nordostbayerischen und westböhmischen Grundgebirges haben ihre Prägung während der variskischen Gebirgsbildung erfahren, die vor rund 320 Mio. Jahren ihren Höhepunkt fand. Ursache für diese war die Kollision der beiden Ur-Kontinente Laurasia (= "Ur-Europa") und Gondwana (= "Ur-Afrika"), die sich nach dem Prinzip der Plattentektonik aufeinander zu bewegt hatten. Während der Gebirgsbildung wurden die Gesteine von großen Gebirgsmassen überlagert (über 10 km!) und bei hohem Druck und hoher Temperatur zu so genannten metamorphen Gesteinen verändert.Ein Teil der Gesteine wurde sogar aufgeschmolzen und lieferte die glutflüssigen Gesteinsschmelzen, aus denen die Granite erstarrten.

 

Heute liegen die Gesteine des variskischen Gebirges (= Grundgebirge) an der Erdoberfläche. Dazu waren allerdings mehr als 300 Mio. Jahre notwendig, bis Hebung und Abtragung die Kernzone des Variskischen Gebirges freigelegt und uns diese Gesteine erschlossen haben. [in Kürze mehr]

 

 

Fränkische Linie - einst eine Erdbebenquelle

 

Das nordostbayerische Grundgebirge wird nach Westen durch eine markante, von Nordwesten nach Südosten verlaufende Bruchlinie begrenzt. Diese als Fränkische Linie bekannte Verwerfung durchsetzt die gesamte Erdkruste bis in eine Tiefe von über 30 km. Entlang der Fränkischen Linie wurde in Jahrmillionen das nordostbayerische Grundgebirge auf die westlich angrenzenden Sedimentgesteine des Vorlandes aufgeschoben und dabei kräftig herausgehoben. Viele Millionen Jahre lang kam es dabei in unserem Raum immer wieder zu starken Erdbeben. Ursache für die Bewegungen an der Fränkischen Linie war die Bildung der Alpen.

 

 

Nordostbayerische Bruchschollenzone

 

Bei den (tektonischen) Bewegungen zwischen dem nordostbayerischen Grundgebirge und dem Ostrand der so genannten Süddeutschen Scholle sind die in der "Knautschzone" liegenden Gesteinsformationen auf einer Breite von über 20 km zerbrochen und gegeneinander verschoben worden. Es bildete sich die nordostbayerische Bruchschollenzone. Heute ist die Landschaft in dieser Zone besonders abwechslungsreich, da die Gesteine in Abhängigkeit von ihrer Lagerung und Zusammensetzung sehr unterschiedlich durch die Abtragung und Erosion herausgearbeitet worden sind.

 

 

Frankenalb / Fränkische Schweiz

 

Den Westen des Geoparks, die Frankenalb, bauen die Kalkgesteine des Juras auf. Diese Gesteine wurden in einem flachen tropischen Meer abgelagert und bildeten zusammen mit den älteren Gesteinen der Trias einst eine etwa 1000 m mächtige Sedimentdecke (= Deckgebirge), die die Reste des variskischen Gebirges überlagerten. Als sich das nordostbayerische Grundgebirge in der geologischen Zeit der Oberkreide (etwa vor 100 - 60 Mio. Jahren) zu heben begann und abgetragen wurde, wurden die Gesteine des Deckgebirges in weiten Teilen von den Abtragungsprodukten des Grundgebirges überschüttet (grün dargestellt in der nebenstehenden Profilserie).

 

Danach setzte eine weiträumige Hebung ein, so dass sich die Flüsse eintieften. Dabei wurden große Teile der Oberkreidesedimente wieder abgetragen (erodiert) und unsere heutige Tallandschaft geschaffen. Die besonderen bizarren Landschaftsformen der Frankenalb bzw. Fränkischen Schweiz verdanken ihre Entstehung der Lösung des Kalkes (= Verkarstung).

 

 

Tertiärer Egergraben

 

Vor rund 30 - 50 Mio. Jahren begann sich entlang einer Achse, die von Südwesten nach Nordosten das Gebiet des Geoparks durchzieht, die Erdkruste aufzuwölben. Im Scheitel dieser Wölbung brach an tiefgreifenden Verwerfungen (= Brüchen) der Egergraben ein. Dieser ist als Graben in dreidimensionalen Modellen der Erdoberfläche sehr gut zu erkennen. Entlang der Brüche drangen glutflüssige Magmen aus über 100 km Tiefe bis an die Erdoberfläche empor und bilden dort die Vulkankette, die sich von Nordbböhmen bis in die ostbayerische Bruchschollenzone entlang zieht [Karte der Verbreitung von Vulkangesteinen im Tertiär].

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erde im Wandel der Zeit

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Die Entwicklung der Fränkischen Linie

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Dreidimensionales Bild des Geoparks

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