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Geologischer Rahmen des grenzüberschreitenden Bayerisch-Böhmischen Geoparks

 

 

Der Bayerisch-Böhmische Geopark verdankt seine Vielfalt an geologischen Formationen, Gesteinen und besonderen Landschaften seiner außergewöhnlichen Lage an verschiedenen "Nahtstellen" Europas.

 

Die Zonengliederung des variskischen Gebirges, das vor rund 400 bis 320 Mio. Jahren durch die Kollision zweier Urkontinente entstanden ist.

 

 

Die älteste Nahtzone ist eine "Schweißnaht" des variskischen Gebirges, das vor über 300 Mio. Jahren durch den Zusammenstoß (Kollision) zweier Urkontinente entstanden ist. Etwas nördlich der Kontinentalen Tiefbohrung Oberpfalz (KTB) bei Windischeschenbach und etwa dem Südhang des Steinwaldes von Südwesten nach Nordosten folgend, verläuft die sogenannte "Erbendorfer Linie". Sie markiert die Grenzlinie zwischen den geologischen Großeinheiten Saxothuringikum im Norden (in der Abbildung ST) und dem Moldanubikum im Süden (MO). Das Moldanubikum ein alter Kontinent, dessen Gesteinseinheiten bei der variskischen Gebirgsbildung nochmals kräftig in "Mitleidenschaft" gezogen wurden. Die Gesteine des Saxothuringikums sind im Wesentlichen aus den Sedimenten und dem Unterlager des alten Ozeanbeckens hervorgegangen, das nördlich des "moldanubischen Kontinentes" (= Gondwand-Kontinent) gelegen hat.

 

 

 

 

Während des Höhepunktes der variskischen Gebirgsbildung wurde das ehemalige Ozeanbecken von dem nach Norden vorrückenden moldanubischen Kontinent (Gondwana-Kontinent) überfahren. Die Sedimente wurden dabei kräftig verfaltet. Die Schweißnaht zwischen ehemaligen Ozeansedimenten bzw. Ozeanbecken und dem altem Kontinent ist die "Erbendorfer Linie" (siehe Abbildung). Die Gesteine des nördlich davon gelegenen Fichtelgebirges gehören damit dem ehemaligen Ozeanbecken an. 

 

Der Blick auf ein dreidimensionales Geländemodell des Geoparks und seiner näheren Umgebung zeigt zwei in Nordwest-Südost-Richtung verlaufende Strukturen an der Erdoberfläche. Es handelt sich dabei um zwei bedeutende Verwerfungs- oder Bruchzonen, die die Erdkruste bis in große Tiefen zerschneiden: die Fränkische Linie im Westen und die Marienbader Störung im Osten. Entlang der Fränkischen Linie sind die östlich davon zutage tretenden variskischen Gesteinseinheiten stark gehoben und auf die westlich gelegenen jüngeren Gesteine aufgeschoben worden. [mehr]

 

Reliefbild des Geoparks.

Die dritte "Naht", die den Geopark durchzieht, ist die des Egergrabens [mehr dazu hier]. Der Verlauf dieses Grabens orientiert sich auffällig an den alten variskischen Grundstrukturen und Nähten. Diese scheinen eine "Sollbruchstelle" - eine aufgehende Naht - für die geologisch jungen (tertiären) Bewegungen der Erdkruste in unserem Raum darzustellen (seit etwa 40 Mio. Jahren bis heute).

 

Den jungen Bruchprozessen im Egergrabensystem, die an eine Hebungs- und Aufwölbungszone zwischen Schwäbischer Alb und Nordostböhmen gebunden sind, verdanken wir nicht nur die Mineralquellen und -bäder Bayerns und Böhmens, sondern auch den Erhalt wertvoller Bodenschätze wie Porzellanerde, Sand- und Kies, Braunkohle oder die jungen (tertiären und quartären) Vulkane. Sie sind aber ebenso verantwortlich für die Erdbeben Nordostbayerns und NW-Böhmens oder die Bedeutung des Fichtelgebirges als europäischer Gewässerknotenpunkt.

 

 

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