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Thematischer Hintergrund des grenzüberschreitenden Bayerisch-Böhmischen Geoparks

Alles im Fluss – Begegnung mit der dynamischen Erde

Die Erde ist in unserem Sonnensystem der einzige Planet mit aktiven geologischen Prozessen, zu denen u. a. Erdbeben, Verschiebungen der Erdkruste (Tektonik) oder der Vulkanismus gehören. Diese geodynamischen Prozesse prägen im Zusammenspiel mit den von der Sonnenenergie angetriebenen Prozessen (insbesondere des Kreislaufes des Wassers) über Jahrtausende bis Jahrmillionen die geologische Entwicklung einer Region und das Bild der Landschaft. Beides verändert sich daher stetig. In die natürlichen Prozesse greift der Mensch mit Auswirkungen auf unsere Umwelt ein.

Geodynamische Prozesse

Wie kaum ein anderes Gebiet in Europa zeigt das Gebiet des Bayerisch-Böhmischen Geoparks auf kleinem Raum einen breiten Ausschnitt aus der Bedeutung geodynamischer Prozesse. Über die jungen und aktiven geologischen Vorgänge im Bereich des Eger-Grabenbruches mit der Entgasung von Kohlendioxid aus dem Erdmantel und der Erdbebentätigkeit wird der Blick möglich auf die geodynamischen Prozessen der Vergangenheit und 600 Millionen Jahre Erdgeschichte des Geoparks. Damit lassen sich einerseits aktuelle geologische Vorgänge auf der Erde erläutern (z. B. Erdbebenkatastrophen an aktiven Plattengrenzen) als auch das Verständnis für den geologischen Bau der Erde und Nordostbayerns fördern.

Landschaft ist veränderlich – morphodynamische Prozesse

Im Spiel der tektonischen Kräfte und des Klimas verändert sich die Oberfläche der Erde, die Landschaft, fortwährend. Besonders die landschaftlichen Reize des Bayerisch-Böhmischen Geoparks sind ein besonderer Zugang zu diesem Thema. Relikte von vorzeitlichen Landschaftsformen und die daran gebundenen Verwitterungsbildungen (z. B. Kaolintone, Blockmeere) zeigen den Wandel von Landschaft und Klima durch die Erdgeschichte. Der Bayerisch-Böhmische Geopark im hydrographischen Zentrum Mitteleuropas ist aber auch dazu prädestiniert, die natürlichen Bedingungen und Veränderungen von Flusslandschaften aufzuzeigen (hier u. a. auch den Einfluss des Menschen auf flussdynamische Prozesse). [Zeittafel]

Gebunden an die Krustenaufwölbung des zentraleuropäischen Riftsystems einerseits und die pleistozänen Veränderungen in den Flusssystemen von Rhein und Main durchzieht die europäische Hauptwasserscheide den Bayerisch-Böhmischen Geopark von SW nach NE. Die beiderseits der Wasserscheide ausgeprägt unterschiedliche Landschaftsformung und der darin sichtbare natürliche „Kampf um die Wasserscheide“ machen an vielen Standorten des Geopark-Gebietes landschaftsbildende Prozesse in besonderem Maße erfahr- und erlebbar. Landschaft wird nicht nur durch oberflächlich fließendes Wasser gestaltet. Die Lösung von Kalkgesteinen der Frankenalb hat einen in Europa einzigartigen Karstformenschatz geschaffen, darunter u. a. die bekannten Höhlen der Fränkischen Schweiz.

Der Mensch als landschafts- und umweltgestaltender Faktor

Zu den natürlichen Formungsprozessen an der Erdoberfläche kommt der Einfluss des Menschen. Über Jahrhunderte hinweg hat die Nutzung der Böden, von Bodenschätzen und des Waldes eine eigene Kulturlandschaft entstehen lassen. Viele Beispiele im Geoparkgebiet zeigen diesen Einfluss und die Wege, die der Mensch oder die Natur selbst suchen, trotz des Eingriffes wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Geologischer Untergrund und Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen

Der Mensch nimmt vielfältig Einfluss auf seine Umwelt, die ihn und seine Entwicklungsmöglichkeiten aber ebenso prägt. So beeinflussen Reliefverhältnisse, Fruchtbarkeit der Böden, das Vorkommen von Bodenschätzen, Trinkwasser und Naturbausteinen oder klimatische Veränderungen Besiedlungs-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte unseres Raumes bis heute wesentlich mit.

Europas geologische Mitte

Der Bayerisch-Böhmische Geopark liegt nicht nur geographisch annähernd in der Mitte Europas oder sogar im Zentrum Mitteleuropas. Hier ist an der Nahtstelle zweier Urkontinente und auf der europäischen Hauptwasserscheide ein in Europa einzigartiges geologisches Erbe entstanden. Was Friedrich Müller mit dem Titel seines Buches "Bayerns steinreiche Ecke" ausdrückt, gilt umso mehr für das gesamte Geoparkgebiet und die Möglichkeiten, den aktiven Prozessen, dem Puls, unserer Erde in diesem Gebiet zu begegnen.

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